Veränderung als Möglichkeit

Veränderung als Möglichkeit

Bereit für ein neues Abenteuer?

Keiner mag sie gerne, doch brauchen tut sie jeder: die Veränderung. Unser gesamtes Leben besteht daraus. Im Prinzip ist ja auch die Evolution nichts anderes als konstante Veränderung. Kleine Einzeller mutierten zu Organismen mit mehreren Zellen. Die Wasserlebewesen eroberten das Land. Die Dinosaurier regierten die Erde und starben aus. Bis schlussendlich wir Menschen aus der Evolution als Krönung der Schöpfung hervorgegangen sind. Wir haben das unter anderem auch deswegen geschafft, weil wir uns perfekt an die Bedingungen um uns herum angepasst haben. Wären wir immer gleichgeblieben, würden wir schon längst ausgestorben sein.

Aber nicht nur die Geschichte der gesamten Menschheit ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Notwendigkeit von Veränderung. Auch im Leben von einzelnen Menschen spielt konstante Veränderung und Anpassung eine entscheidende Rolle. Oder stell dir nur einmal vor, du wärst noch immer genauso unreif wie damals als Fünfjähriger. Das wäre doch schade, oder? Wenn du so viele Dinge nie verstanden hättest. Wenn du so viele Dinge nie erlebt hättest. Kurzum: Wenn du dich nie verändert hättest. Eigentlich eine grauenvolle Vorstellung!

Veränderungen sind Möglichkeiten

Sie eröffnen uns neue Wege und zeigen uns Dinge, von denen wir vorher nicht einmal zu träumen gewagt haben. Wir brauchen sie, um unsere Perspektiven zu erweitern und um mit der Zeit zu gehen. Sie sind unverzichtbar für unsere Entwicklung. Es ist daher bedauerlich, dass so viele Menschen Angst vor Veränderungen haben. Am liebsten hätten sie, dass immer alles so bliebe, wie es ist. Vielleicht geht es dir ähnlich? Vielleicht bevorzugst auch du die vermeintliche Sicherheit von Beständigkeit und Kontinuität? Wenn dem so wäre, musst du dich natürlich nicht dafür schämen. Das ist nämlich ganz normal. Es ist menschlich, Veränderungen skeptisch gegenüberzustehen. Weitaus klüger ist es jedoch, sie als Chance zu begreifen.

Wesentlich für deinen Erfolg sind vor allem Veränderungen in deinem Verhalten. Aus diesem Grund geht es im Folgenden genau um diesen Punkt. Dein Verhalten muss nämlich im Einklang mit deiner Umwelt sein. Und wenn sich deine Umwelt ändert, dann musst du dich der neuen Situation anpassen. Oder wenn deine Vorstellung, wie etwas sein wird, nicht mit der Realität übereinstimmt, dann musst du dein Verhalten den realen Gegebenheiten angleichen. Ansonsten bist du leider altes Eisen. Und das soll und muss nicht so sein.

„Du hast immer die Möglichkeit der Veränderung als universelles Heilmittel zur Verfügung“

Wie gehen Veränderungen in deinem Verhalten konkret vor sich? In meinen Seminaren zeige ich das sehr gerne anhand eines Wahrnehmungsmodells. Dieses Modell stellt Veränderungen auf eine simple und verständliche Art und Weise dar. Zwei Faktoren sind dabei entscheidend: deine wahrgenommene Kompetenz und die verstrichene Zeit.

Deine Kompetenz – also der erste Faktor – kann von dir entweder als niedrig oder als hoch wahrgenommen werden. Das heißt, dass du von dir glaubst, in etwas sehr gut oder sehr schlecht zu sein. Ich muss diesbezüglich jedoch eine Sache betonen: Es handelt sich dabei um Wahrnehmung und nicht um die Realität. Nur weil du deine Kompetenzen als niedrig oder hoch einschätzt, heißt das noch lange nicht, dass sie dies auch tatsächlich sind. Aber die Wahrnehmung deiner Kompetenzen hat einen großen Einfluss auf die Veränderung deiner Verhaltensweisen.

Der zweite Faktor – die Zeit – ist zwar selbstverständlich. Dennoch darf dieser Faktor nicht vernachlässigt werden. Wie schon gesagt gehen Veränderungen ja nicht sprunghaft vonstatten, sondern brauchen eben Zeit. Deshalb muss der zeitliche Faktor unbedingt berücksichtigt werden. Ansonsten wäre ein Modell, welches sich mit der Beschreibung von Veränderungen beschäftigt, lückenhaft.

Wer seine Verhaltensweisen ändert, hat sieben unterschiedliche Stadien zu durchlaufen. Jedes Stadium bringt dich dabei deinem Ziel näher. Auch wenn du währenddessen vielleicht glaubst, dass sich einige der Stadien wie ein Rückschritt anfühlen. Im Endeffekt führen alle diese Stadien nach Rom und am Ende gelangst du an dein Ziel.

Beispiele aus dem Alltag, um die Stadien der Veränderung wahrlich zu begreifen:

  • Du sitzt am Schreibtisch deines Arbeitsplatzes, den du bereits seit 3 Jahren hast, dein Chef kommt zu dir und weist dich an, nächsten Tag einen anderen Platz einzunehmen (deine innere Stimme sagt: „Was soll der Mist?“).
  • Dein Partner besucht ein Persönlichkeitstraining und reagiert anders als bisher auf deine Wortmeldungen (deine innere Stimme sagt: „Frechheit wie er/sie mit mir spricht“).
  • Du bist das erste Mal im Fitnessstudio uns siehst Menschen die Gewichte heben. Innerlich sagst du: „Das schafft doch kein normaler Mensch, die nehmen sicherlich Aufputschmittel“. 1 Jahr später hebst du selbst schon fast dasselbe Gewicht.
  • Du lernst für eine Prüfung und denkst dir im Vorhinein: „Wie soll das in meinen Kopf“, bis du nach der Prüfung deine Note bekommst. Überaschenderweise eine viel bessere Note als angenommen.
  • Du nimmst allen Mut zusammen und sagst deinem Arbeitskollegen nach Jahren, die ehrliche Meinung – die nicht sehr positiv ist. Nun durchläuft dein Gegenüber folgende Stadien.

Bei den sieben Stadien, die mitunter sehr intensiv und manchmal weniger intensiv wahrgenommen werden,  handelt es sich um:

  1. Fassungslosigkeit
  2. Leugnung
  3. Einsicht
  4. Zuspruch
  5. Probieren
  6. Erkenntnis
  7. Vereinigung

Während des ersten Stadiums – der Fassungslosigkeit – herrscht ein großer Unterschied zwischen hohen Erwartungen und der eingetroffenen Realität. Dementsprechend hast du einen niedrigen Grad an wahrgenommener Kompetenz. Du hast vielleicht erwartet, jemand anderes soll sein Verhalten ändern, nicht du selbst. Du gehst in den Modus der Sturheit. Doch die Realität sieht anders aus. Du wirst möglicherweise im ersten Moment noch durch dein Verhalten bestätigt und gibst dir selbst Recht. Sagst innerlich Sätze wie: „typisch!“; „Wie kann man nur?“; „Hab ich gleich gesagt.“ „So wird das nie funktionieren“. Hier beginnt nun deine Veränderung.

In der zweiten Phase – die Leugnung – wiegst du dich in einem falschen Sicherheitsgefühl. Du verleugnest deine Schwächen und schätzt deine eigenen Kompetenzen zu hoch ein. Du bezeichnest dich beispielsweise als besser und wertest das Verhalten deines Gegenübers ab. Du meinst, in jedem Gespräch gewinnen zu können und nichts an dir ändern zu müssen. Denn du bist ja der Beste überhaupt.

Im dritten Stadium – jenem der Einsicht – fällst du jedoch voll auf die Nase. Du wirst höchstwahrscheinlich zu tiefst verletzt werden und verlieren. Und zwar mit Posaunen und Trompeten. Die Wahrnehmung deiner Kompetenz war so sehr von der Realität entfernt, dass bei dir die Erkenntnis deiner Schwächen einsetzt. Du begreifst, dass eine Veränderung deiner selbst oder deines Verhaltens notwendig ist. Dementsprechend unsicher wirst du dich daher gleichzeitig fühlen. Doch diese Unsicherheit ist glücklicherweise nicht von langer Dauer. Sturheit ist in diesem Stadium ein wahrhaft schlechter Wegbegleiter ;-).

Schon geht es nämlich weiter mit der vierten Phase – der Zuspruch. Hier wirst du endlich die Realität so annehmen, wie sie ist. Du hast natürlich in diesem Augenblick eine sehr niedrige Meinung von deinen eigenen Kompetenzen. Aber das gehört dazu. Denn in dieser Phase gelingt es dir, alte Gewohnheiten loszulassen und Neues zuzulassen. Du bist nun definitiv auf dem richtigen Weg.

„Die Wasseroberfläche verzerrt den Blick. Nur wer ins kalte Wasser springt, sieht, wie es wirklich ist“

Was du jetzt tust, ist Probieren. Diese Art und Weise der Problemlösung wird in der Verhaltensforschung auch Trial-and-Error genannt. Es handelt sich dabei um eine Methode, bei der du Dinge versuchst und scheiterst. Und zwar so lange, bis du die perfekte Lösung gefunden hast. Denn Gewinner in einem System ist immer derjenige mit den meisten Verhaltensweisen.

Einstein sagt dazu:

„Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten“

Das bedeutet verschiedene Verhaltenssysteme auszuprobieren, Bücher zu lesen, Seminare zu besuchen und einfach Dinge in der Praxis auszuprobieren. Natürlich ist dieser Weg mit Misserfolgen gepflastert. Außerdem wird dir ein gewisses Maß an Ärger und Frustration nicht erspart bleiben. Aber am Ende wirst du erfolgreich sein.

Denn irgendwann setzt die Erkenntnis ein, warum gewissen Verhaltensweisen zum Erfolg führen und andere zum Misserfolg. Du wirst dich auf diesem Wege besser kennengelernt haben und die Lösung gefunden haben, die genau zu dir passt. Du wirst deine Kompetenzen auf einmal wieder als sehr hoch einschätzen. Du wirst dich gut fühlen. Besser sogar als am Anfang.

Im letzten Stadium – jenem der Vereinigung – geschieht dann die endgültige Übernahme der neuen, erfolgreichen Verhaltensmuster in dein aktives Verhaltensrepertoire. Du bist nun auf dem höchsten Punkt deiner Selbsteinschätzung angelangt. Viel Zeit ist vergangen. Aber jeder Augenblick war es wert. Denn du bist zu einer besseren Version deiner Selbst geworden. Die Veränderung hat dich glücklicher und erfolgreicher gemacht. Gratulation! Dieses Stadium hält nun so lange an, bis sich deine Umwelt wieder verändert und du die sieben Stadien von Neuem durchlaufen musst. Aber bis dahin kannst du deine neue Überlegenheit genießen.

Begreife Veränderungen deshalb immer als Chance, besser, erfolgreicher und glücklicher zu werden. Denn so wirst du den Herausforderungen deines Lebens lachend gegenübertreten können. Diese Erkenntnis solltest du unbedingt mitnehmen, denn was auch immer du umzusetzen versuchst – es handelt sich dabei um eine Veränderung. Und da jede Veränderung eine neue, großartige Möglichkeit darstellt, stellt auch die Umsetzung von Plänen, Konzepten und Ideen immer eine aufregende Reise dar. Versuche immer das Positive an den Veränderungen zu sehen. Konzentriere dich nicht auf das Negative. Denn mit dem Glauben an das Positive wirst du am weitesten kommen.

In diesem Zusammenhang möchte ich Felix Schifflhuber für seine wissenschaftliche Mitarbeit, die genialen Einfälle und das Lektorat bedanken. Ebenso Florian Stangl – ohne diesen Wundermarketer könnte man mich im Netz nicht finden. Und bekanntlich kommt das Beste am Schluss – Katrin Kastenhuber – meine Verlobte und wahre Liebe, die meine kleinen Rechtschreibfehler mit charmanter Art und Weise ausbessert. 

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